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10 Jahre TREFFPUNKTE: Ein Wochenende in Berlin

22. September 2026
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Aktuelles, Aus den TREFFPUNKTEN, News

Ein ganz besonderes Wochenende liegt hinter uns: Vom 18. bis 20. September kamen rund 50 junge Erwachsene aus den TREFFPUNKTEN aus ganz Deutschland in Berlin zum Jahrestreffen zusammen. Jetzt ist das Wochenende vorbei und der Alltag geht weiter. Und trotzdem fühlt es sich gerade ein bisschen ungewohnt an, nach so vielen emotionalen Begegnungen und Gesprächen einfach wieder am Schreibtisch zu sitzen.

Für viele war es ein Wiedersehen, für andere die erste Begegnung mit Menschen aus dem Netzwerk. Und in diesem Jahr gab es einen besonderen Grund zu feiern: Das Projekt TREFFPUNKTE wird 10 Jahre alt.

Was 2016 mit dem ersten TREFFPUNKT in Jena begann, ist heute ein bundesweites Netzwerk mit knapp 40 regionalen TREFFPUNKTEN und vier überregionalen Angeboten. Mehr als 1.000 junge Erwachsene mit Krebs sind inzwischen beteiligt, rund 60 Betroffene engagieren sich ehrenamtlich in den Organisationsteams. Einmal im Jahr kommen viele von ihnen bei einem gemeinsamen Wochenende zusammen. Hier ist Zeit für Gespräche, neue Ideen und Austausch. Vor allem aber ist es ein Ort, an dem junge Erwachsene auf Menschen treffen, die bestimmte Erfahrungen aus eigener Perspektive kennen.

Der Freitagabend begann in der BöseBubenBar. Nach und nach trafen die Teilnehmenden ein, begrüßten bekannte Gesichter und lernten neue kennen. Nach der Begrüßung durch unsere Kuratoriumsvorsitzende Prof. Dr. Inken Hilgendorf und den TREFFPUNKT Berlin hielt auch Herr Prof. Dr. Diehl eine kurze Ansprache und bedankte sich bei den jungen Betroffenen für ihren Mut und ihre Offenheit, Geschichten zu teilen. Danach wurde es schnell gesellig. Es wurde geredet, gelacht und auf das zehnjährige Bestehen der TREFFPUNKTE angestoßen.

Vielen Dank an die BöseBubenBar für die so herzliche Gastfreundschaft und den gelungenen Auftakt!

Raum für die Fragen, die sonst oft keinen Platz haben

Am Samstag ging es mit verschiedenen Workshops und Gesprächsangeboten weiter. Den Auftakt machte „Oldies but Goldies – TREFFPUNKT live“. Langjährige Mitglieder der Organisationsteams brachten ihre eigenen Erfahrungen ein und standen für ganz konkrete Fragen und Themen zur Verfügung. Dabei ging es um vieles, was junge Erwachsene mit oder nach einer Krebserkrankung beschäftigt: Wie geht es beruflich weiter? Was verändert sich, wenn die Erkrankung während des Studiums oder einer Schwangerschaft auftritt? Und wie lässt sich mit Rezidivangst, einem unerfüllten Kinderwunsch oder finanziellen Sorgen umgehen? Für viele dieser Fragen gibt es oft keine einfache Antwort. Aber es hilft, mit Menschen darüber sprechen zu können, die selbst schon an einem ähnlichen Punkt waren und ihre Erfahrungen teilen können.

Neben dem persönlichen Austausch gab es auch mehrere Workshops. Die ehrenamtlichen Organisator:innen der TREFFPUNKTE konnten an einer Kommunikations- und Moderationsschulung teilnehmen und dabei neue Impulse für ihre Arbeit vor Ort mitnehmen.

Prof. Dr. Inken Hilgendorf nahm sich Zeit für einen offenen Austausch rund um das Thema Cancer Survivorship. Auch sozialrechtliche Fragen hatten ihren Platz: In einer offenen Runde konnten die Teilnehmenden ihre Fragen direkt an das Beratungsteam der Psychosozialen Beratungsstelle für Krebskranke und Angehörige Berlin e.V. richten. Darunter ging es zum Beispiel um konkrete Fragen rund um Anträge für Reha oder auch Erwerbsminderungsrente sowie Tipps im Umgang mit der Krebserkrankung in Bewerbungsgesprächen.

Wer einfach mal auf ganz andere Gedanken kommen wollte, der konnte bei einer Führung der Berliner Stadtmission rund um das Gelände des martas Gästehaus inklusive der Notunterkünfte Einblicke in deren Arbeit gewinnen.

Zehn Jahre TREFFPUNKTE? Das darf gefeiert werden.

Nach einem vollen Tag ging es am Samstagabend gemeinsam aufs Wasser zu einer Bootstour anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der TREFFPUNKTE. Ein großes Dankeschön geht an die Reederei Berliner Welle, die uns dabei vorab und während der Fahrt so herzlich unterstützt hat.

Was wir mitnehmen…

Ein Wochenende wie dieses lässt sich schwer in Programmpunkte packen. Natürlich waren die Workshops, Gesprächsrunden und Angebote wichtig. Mindestens genauso wichtig waren aber die vielen Gespräche zwischendurch, das gemeinsame Lachen, das Wiedersehen und die Momente, in denen man merkt: Da ist jemand, der eine ganz ähnliche Erfahrung gemacht hat.

Und natürlich nehmen wir auch wieder Impulse für unsere Arbeit als Stiftung mit. Es gab neue Themen, konkrete Ideen und viele praktische Anregungen für zukünftige Projekte. Genau deshalb sind die TREFFPUNKTE seit zehn Jahren das, was sie heute sind: ein starkes Netzwerk, das von jungen Erwachsenen mit eigener Krebserfahrung gestaltet wird und sich gemeinsam mit ihnen weiterentwickelt.

Danke an alle, die dieses Wochenende mitgestaltet haben, sich engagieren, Fragen einbringen, zuhören, organisieren und immer wieder dafür sorgen, dass aus einzelnen Begegnungen eine große Gemeinschaft und ein tragfähiges Netzwerk wird.

Wir bedanken uns außerdem für die Unterstützung von Bristol Meyers Squibb und Pfizer sowie der Bachmann Stiftung und AstraZeneca GmbH.