Patientenbeirat

Entscheidende Grundlage für den Erfolg vieler Projekte der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs ist, dass sie in unmittelbarer Zusammenarbeit mit den Betroffenen konzipiert und entwickelt werden. An diesem Vorgehen wird auch in Zukunft festgehalten.

Zusätzlich möchte die Stiftung den engen Kontakt zu den Betroffenen nutzen, um zu erfahren welche Fragen die Stiftung aufgreifen, welche Projekte und Kampagnen sie entwickeln soll und auf welchen Gebieten sie Vorsicht walten lassen muss. Um Partner unter den Betroffenen zur Diskussion dieser Fragen zu gewinnen, wurde zu Beginn des Jahres 2019 ein Patientenbeirat geschaffen. Dieser berät den Vorstand und das Kuratorium der Stiftung in strategischen Fragen.

Aktuelle Mitglieder des Patientenbeirats

Doreen

  • Jahrgang 1983
  • Online-Konzeption und Projektleitung

„Nach meiner eigenen Brustkrebs-Erkrankung 2018 möchte ich anderen jungen Betroffenen Mut machen, sie auf ihrem Weg unterstützen sowie Kraft und Zuversicht geben. Ich möchte mich mithilfe der Stiftung für ihre Interessen einsetzen und das Thema Krebs in die Öffentlichkeit bringen und enttabuisieren. Es wird noch viel zu wenig über Krebs bei jungen Erwachsenen gesprochen. Ich wünsche mir zudem, dass während der Therapie nicht nur die Behandlung der Krankheit selbst, sondern der ganze Mensch im Mittelpunkt steht.“

Fayez

  • Jahrgang 1988
  • Sicherheitsmanager

„Nach dem Schock folgt häufig das Gefühl „alleine mit der Situation zu sein“. Die Deutsche Stiftung junge Erwachsene mit Krebs bietet, nicht nur zu diesem Zeitpunkt, mit ihren TREFFPUNKTEN, einen offenen Anlaufpunkt, um sich mit anderen Betroffenen und Experten auszutauschen. Die tollen Projekte der Stiftung möchte ich mit meiner Arbeit unterstützen.“

Franziska

  • Kiel
  • Jahrgang 1985
  • Lehrerin

„Krebs – das Schachbrett muss nun aus einem anderen, aber doch positiven Blickwinkel betrachtet werden. Die damit verbundene Enttabuisierung in unserer heutigen Gesellschaft ist ein hohes Ziel – aber nicht unmöglich. Viele neue Themenbereiche kommen auf einen zu! Diese zu systematisieren, weiter voran zu bringen, ein empathischer und kompetenter Ansprechpartner für alle Betroffenen zu sein, dafür möchte ich da sein und mich einsetzen. Let´s go!“

Lorena

  • Jahrgang 1994
  • Finanzwirtin

„Ich finde es sehr wichtig immer optimistisch zu denken, denn positive Gedanken können auch positive Ergebnisse hervorbringen. Ich engagiere mich zukünftig im Patientenbeirat, weil mir der Austausch in meinem TREFFPUNKT sehr hilft und ich mit meinem Ehrenamt die Stiftung bei (neuen) Projekten beraten und unterstützen möchte.“

Natascha

  • Jahrgang 1987
  • Referentin für Erneuerbare Energien

„Der Austausch mit Patienten in meinem Alter hat mir von Anfang an total gefehlt, weshalb ich mich auf meiner zweiten Reha sehr gefreut habe von der Stiftung zu erfahren. Seitdem bin ich in verschiedenen Gruppen organisiert und versuche das zurückzugeben, was ich mir während der Krankheit gewünscht hätte. Die Gründung des TREFFPUNKT Oberfranken und das Engagement im Patientenbeirat sind deshalb für mich ein Herzensprojekt, um zum einen den Austausch junger Erwachsener zu fördern“

Simon

  • Jahrgang 1986
  • Bundeswehroffizier

„Wenn wir über Krebs reden, dann müssen wir dafür Sorge tragen, dass der Mensch mit seiner Individualität und seinen Stärken niemals hinter seiner Erkrankung verschwindet. Junge Erwachsene, die eine Krebskrankheit überwinden oder mit ihr leben, sind nicht schwach, sondern stark – deshalb können sie ein echtes Potenzial für unsere Gesellschaft sein. Die Erfahrung Krebs und sich dennoch privat und beruflich keinerlei Grenzen zu setzen, das kann und darf sich nicht ausschließen. Dafür will ich mich mit dem Patientenbeirat einsetzen.“

Simon ist im Mai 2018 an Krebs erkrankt. Nach drei Operationen, einer Bestrahlungstherapie und einer Reha ist der 32-jährige Bundeswehr-Offizier und passionierte Sportler Anfang 2019 wieder ins Berufsleben eingestiegen. Zusammen mit seiner Frau, seiner vierjährigen Tochter und seinem zweijährigen Sohn lebt er in Hamburg.

Tobias

  • Jahrgang 1979
  • Projektleiter

„Der Patientenbeirat bietet mir die Möglichkeit, die Arbeit der Stiftung aktiv zu unterstützen und – hoffentlich – für Betroffene, Angehörige und Interessierte ein Sprachrohr und Ideengeber für die Stiftung zu sein! Durch meine langjährige Erfahrung mit der Krankheit, mit verschiedenen Ärzten mit den Ängsten und Sorgen die einem durch den Kopf gehen hoffe ich, ein kompetenter und empathischer Ansprechpartner zu sein.“

Tobias lebt mit seiner Frau und seinen Zwillingen in Mertingen.