Die Fruchtbarkeit kann bei jungen Frauen wieder hergestellt werden, wenn vor der Behandlung der Krebserkrankung Eierstockgewebe eingefroren und später wiedereingesetzt wird. Das Verfahren ist wenig belastend und wurde führend in Deutschland entwickelt. Viele Kassen verweigern jedoch die Zahlung, weil das Verfahren nicht ausreichend erprobt sei. Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs hat jetzt ein Video-Interview mit einer ganz praktischen Erfahrung veröffentlicht. Ein junges Ehepaar freut sich schon auf ihr zweites Kind. Die Eierstockgewebekonservierung machte es möglich.
Berlin, 30. Juli 2021. Die Kryokonservierung von Eizellen, Spermien und Hodengewebe kann jungen Krebspatienten die Hoffnung auf eigene Kinder durch künstliche Befruchtung erhalten. Diese Kryokonservierung ist durch eine Änderung des § 27a SGB V Kassenleistung geworden.
Weniger in der Öffentlichkeit bekannt ist, dass das Einfrieren von Eierstockgewebe und eine spätere Rückverpflanzung sogar die natürliche Fruchtbarkeit junger Frauen wiederherstellen kann. Hierfür sind nur zwei kleine, wenig belastende Knopfloch-Operationen notwendig. Das Verfahren kann allerdings nur angewendet werden, wenn die Gefahr eines Krebsbefalls der Eierstöcke gering ist.
Das Verfahren hat zwei große Vorteile:
- Die Gewebeentnahme kann sehr schnell realisiert werden. Ein Tag reicht.
- Nach der Heilung der Krebserkrankung und dem Wiedereinsetzen des Gewebes können die Frauen in vielen Fällen auf natürliche Weise schwanger werden.
Die Methoden hierfür wurden führend von deutschen Ärzt:innen und Forscher:innen entwickelt. Prof. Dr. Ralf Dittrich aus Erlangen zeigte dazu kürzlich Einzelheiten in einer Video-Sprechstunde der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs.
Die Stiftung hat jetzt ein Video-Interview mit einer ganz praktischen Erfahrung veröffentlicht. Ein junges Ehepaar freut sich schon auf ihr zweites Kind. Die Eierstockgewebekonservierung machte es möglich: