Informationstag und Angebote für junge Krebspatienten in Oberbayern

8. Januar 2019 –

TREFFPUNKT der Deutschen Stiftung für junge Krebspatienten im Chiemgau. Informationstag für Betroffene, Angehörige und Interessierte am 9. März 2019 im Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) am Klinikum Rosenheim.

v. l. n. r.: Dr. med. Ertan Mergen, Prof. Dr. med. Diana Lüftner, Sylvia Schmidt und Prof. Dr. med. Mathias Freund, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung

Rosenheim/Berlin, 8. Januar 2019 – Die erste eigene Wohnung, der erste Job, die erste große Liebe und dann die Diagnose Krebs: Junge Frauen und Männer, die mit Anfang Zwanzig oder Mitte Dreißig an Krebs erkranken, fühlen sich sehr allein und erleben nicht nur gesundheitliche, sondern auch soziale und finanzielle Existenznöte. Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs steht jungen Betroffenen in ihrem schweren Alltag zur Seite.

„Bis vor zwei Jahren gab es für junge Krebspatienten keine Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit anderen jungen Betroffenen. Trotz Facebook und Co. sind jungen Krebskranken gemeinsame Aktivitäten und Gespräche aber sehr wichtig. Unsere Stiftung hat deshalb ihr Projekt TREFFPUNKTE in inzwischen 19 deutschen Städten und Regionen mit jungen krebskranken Frauen und Männern aufgebaut“, erklärt Prof. Dr. med. Mathias Freund, Kuratoriumsvorsitzender der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs.

In der Stadt Rosenheim soll demnächst ein TREFFPUNKT für den Chiemgau eröffnet werden. Junge Menschen, die im Alter von 18 bis 39 an Krebs erkrankt sind oder waren und mit den Folgen der schweren Erkrankung kämpfen, sind herzlich willkommen und können sich gern bei der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs unter der E-Mail: treffpunkt@junge-erwachsene-mit-krebs.de melden.

„Eine Freundin, die nicht an Krebs erkrankt war, kann meine Situation und auch Ängste kaum nachvollziehen. Sie ist vielleicht sogar damit überfordert. Mit anderen Betroffenen muss ich manchmal nur wenige Worte wechseln, und wir verstehen uns“, beschreibt die 24-jährige Mara, die an einem Hodgkin-Lymphom erkrankt war, ihre Situation. „Die Möglichkeit zum Austausch wird – neben den jungen Krebspatienten – auch von Angehörigen und Freunden wahrgenommen“, erklärt Prof. Dr. med. Diana Lüftner, Vorstand der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs. Die anerkannte und engagierte Onkologin an der Berliner Charité, stammt aus dem Chiemgau und wird in Rosenheim von Dr. med. Ertan Mergen, Chefarzt und Ärztlicher Leiter der Strahlentherapie im Medizinischen Versorgungszentrum am Klinikum Rosenheim GmbH und Sylvia Schmidt, Geschäftsführerin des Onkokontor GmbH unterstützt.  Alle sind ehrenamtlich für die Stiftung tätig (siehe Foto). Die Fachärzte stehen dem künftigen TREFFPUNKT Chiemgau für medizinische Fragen und weiteren Rat bei Bedarf zur Verfügung.

Lüftner freut sich, dass sich die jungen Betroffenen weit über die Organisation gemeinsamer Treffen, Kinobesuche oder auch Bowling hinaus engagieren. Die jungen Mitglieder der TREFFPUNKTE sind dabei sehr kreativ und sogar für die Belange der jungen Krebspatienten auf regionalen Patiententagen oder Kongressen unterwegs.

Für Samstag, 9. März 2019, 11:00 bis 15:30 Uhr,
hat die Stiftung einen öffentlichen Informationstag
zum Thema „Krebserkrankung bei jungen Erwachsenen – Große Fortschritte, aber auch viele offene Fragen“
im MVZ am Klinikum Rosenheim, Lilienweg 10, 83022 Rosenheim

 vorbereitet. Fachärzte und Patienten werden Vorträge halten und eine angeregte Diskussion führen. Die Veranstaltung ist kostenlos und öffentlich. Alle Interessierten sind willkommen und für das leibliche Wohl ist gesorgt. Eine Anmeldung ist bis spätestens 28. Februar 2019 unter der E-Mail-Adresse info@junge-erwachsene-mit-krebs.de oder per Telefon 030/ 280 930 560 notwendig.

Nahezu 15.000 junge Frauen und Männer im Alter von 18 und 39 Jahren erkranken jedes Jahr in Deutschland neu an Krebs. Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs ist Ansprechpartnerin für Patienten, Angehörige, Wissenschaftler, Unterstützer und die Öffentlichkeit. Die Stiftungs­projekte werden in enger Zusammenarbeit mit den jungen Patienten entwickelt und bieten eine direkte und kompetente Unterstützung für die Betroffenen.

Alle Stiftungsprojekte werden ausschließlich durch Spenden finanziert. „Helfen Sie mit Ihrer Spende bitte mit“, appellieren Mara, Lüftner und Freund und verweisen auf das Spendenkonto der als gemeinnützig aner­kannten Stiftung (www.junge-erwachsene-mit-krebs.de).

Spendenkonto der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs:
Postbank, IBAN: DE57 1001 0010 0834 2261 04, BIC: PBNKDEFF

(Die angegebene Genderform vertritt alle Geschlechter. Die ausschließliche Verwendung der Vornamen bei zitierten Patienten hat datenschutzrechtliche Gründe.)