Stiftung feiert 6. Geburtstag und erweitert ihren Patientenbeirat

14. Juli 2020 –

Berlin, 14. Juli 2020 – Am 14. Juli 2014 gründete die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs, um die Versorgung junger Betroffener im Alter zwischen 18 und 39 Jahren zu verbessern. Heuten nach sechs Jahren, ist die Stiftung zentrale Ansprechpartnerin für Patienten, Angehörige, Wissenschaftler, Unterstützer und die Öffentlichkeit und steht jungen Menschen im alltäglichen Umgang mit der Erkrankung umfassend zur Seite.

Patientenbeirat der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs erweitert

Von Anfang an entwickelt die Stiftung ihre mehrfach ausgezeichneten Hilfsangebote in enger Zusammenarbeit mit jungen Betroffenen und weiteren Experten. In den 33 bundesweiten TREFFPUNKTEN sind mittlerweile über 1.200 junge Frauen und Männer, die Krebs erkrankt sind oder waren, engagiert. Diese sehr effektive Zusammenarbeit wurde mit der Gründung eines Patientenbeirats im Sommer 2019 noch einmal intensiviert. Seitdem beraten drei Betroffene den Vorstand und das Kuratorium der Stiftung in strategischen Fragen. Nun wurde der Patientenbeirat zum ersten Mal erweitert. Zu den bisherigen Beiräten Lorena, Simon und Tobias stießen nun vier weitere Betroffene aus den TREFFPUNKTEN der Stiftung. Die Projektleiterin Doreen, der Sicherheitsmanager Fayez, die Lehrerin Franziska und die Referentin für Erneuerbare Energien Natascha sind seit Langem in TREFFPUNKTEN der Stiftung aktiv und haben sich nun für die Mitarbeit im Patientenbeirat entschieden.

Doreen gründete im Juli 2019 den TREFFPUNKT Vogtland und engagiert sich seitdem für andere Betroffene im Raum Süd-West-Sachsen. Ihre eigene Motivation für die Mitarbeit im Patientenbeirat beschreibt sie folgendermaßen: „Nach meiner eigenen Brustkrebs-Erkrankung 2018 möchte ich anderen jungen Betroffenen Mut machen, sie auf ihrem Weg unterstützen sowie Kraft und Zuversicht geben. Ich möchte mich mithilfe der Stiftung für ihre Interessen einsetzen und das Thema Krebs in die Öffentlichkeit bringen und enttabuisieren. Es wird noch viel zu wenig über Krebs bei jungen Erwachsenen gesprochen. Ich wünsche mir zudem, dass während der Therapie nicht nur die Behandlung der Krankheit selbst, sondern der ganze Mensch im Mittelpunkt steht.“

Fayez ist 32 Jahre alt und seit einem Jahr Vater. Er leitet den TREFFPUNKT Berlin und engagiert sich auch auf politischer Ebene. Die Stiftung hat ihm das Gefühl gegeben nicht allein mit der Situation einer Krebsdiagnose zu sein. Sie bietet nicht nur zu diesem Zeitpunkt, mit den TREFFPUNKTEN, einen offenen Anlaufpunkt, um sich mit anderen Betroffenen und Experten auszutauschen. Gemeinsam möchte er Projekte entwickeln und Veränderungen in Gesellschaft und Politik herbeiführen.

Das ist auch Franziskas Wunsch. Die junge Lehrerin lebt in Kiel und findet, dass „Krebs wie ein Schachbrett ist. Man muss es aus einem anderen, aber doch positiven Blickwinkel betrachten.“ Sie weiß, dass zur Enttabuisierung von Krebserkrankungen noch ein weiter Weg vor uns liegt und, dass viele neue Themenbereiche auf die Stiftung zu kommen. Diese zu systematisieren und weiter voran zu bringen ist ihr großes Ziel. Gleichzeitig möchte sie ein empathischer und kompetenter Ansprechpartner für alle Betroffenen zu sein.

Natascha fehlte lange Zeit der Austausch mit Betroffenen in ihrem Alter. Erst nach der zweiten Reha erfuhr sie von der Stiftung und beschloss deshalb Anfang 2020 den TREFFPUNKT Oberfranken zu gründen. Ihr Wunsch ist es nun Betroffenen das zu geben, was sie sich während ihrer Akutphase gewünscht hätte. Sie möchte den Austausch von Betroffenen deshalb fördern und engagiert sich vielen verschiedenen Gruppen.

Über die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs

Die Stiftungsprojekte wie die individuelle Beratung im JUNGEN KREBSPORTAL, „Jung & Krebs – Erste Hilfe – Tipps von Betroffenen“, die regelmäßigen Webinare oder die neu etablierte Online-Sprechstunde bieten direkte und kompetente Unterstützung für junge Betroffene. Die Stiftungsarbeit ist als gemeinnützig anerkannt und wird ausschließlich durch Spenden finanziert.

„Bitte unterstützen Sie die Arbeit unserer Stiftung für junge krebskranke Menschen mit Ihrer wichtigen Spende. Nur gemeinsam können wir die Versorgung der Betroffenen nachhaltig und langfristig verbessern“, so die Mitglieder des neuen Patientenbeirats.

Spendenkonto der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs:
Postbank, IBAN: DE57 1001 0010 0834 2261 04, BIC: PBNKDEFF

(Die angegebene Genderform vertritt alle Geschlechter.)